Kabeltausch Grundfos PM 2
Die Drucksteuereinheit PM 2 von Grundfos dient zum automatischen Ein- und Ausschalten von Wasserpumpen. Die elektrische Verbindung mit der Pumpe erfolgt mittels einer Schuko-Steckverbindung. Bei mir war diese Verbindung durchgebrannt, und ich musste sie austauschen. Wie das geht, beschreibt dieser Blog-Post.
Wer gerne an Rohrverbindungen herumschraubt, kann die Drucksteuereinheit für den Kabeltausch demontieren. Das ist jedoch nicht unbedingt notwendig.
Bevor mit der Arbeit begonnen wird, müssen die Pumpe, die Drucksteuereinheit und gegebenenfalls weitere elektrische Verbraucher in der Nähe freigeschaltet, also vom Stromnetz getrennt, und gegen Wiedereinschalten gesichert werden. Die Spannungsfreiheit muss durch Messen überprüft werden. Je nach Gegebenheiten kann auch ein Kurzschließen oder Erden der Anlage angebracht sein.
Als nächster Schritt muss die schwarze Plastikabdeckung mit den Anzeige-LEDs und Schaltern entfernt werden. Dazu müssen vier Kreuzschlitzschrauben gelöst werden. Danach muss die Abdeckung vorsichtig abgenommen werden, weil sie mit einem kurzen Flachbandkabel mit der Drucksteuereinheit verbunden ist.

Die beiden Plastikklammern oberhalb und unterhalb des Steckers müssen vorsichtig weggeklappt werden. Danach kann das Kabel abgezogen werden.

Als nächstes müssen die beiden beigefarbenen inneren Plastikabdeckungen entfernt werden. Sie sind nicht verschraubt und können einfach abgezogen werden.

Zuerst muss die linke Abdeckung abgezogen werden.

Danach wird die rechte Abdeckung entfernt.
Ich musste das Kabel, das die Drucksteuereinheit mit der Pumpe verbindet, entfernen. Dieses ist an der unteren der beiden grünen Klemmen angeschlossen. Man sollte sich für alle Fälle ein Foto der Adernbelegung machen.

Bei mir war der Neutralleiter oben, der Außenleiter in der Mitte und der Schutzleiter unten angeschlossen. Das kann sich natürlich theoretisch ändern.
Die Klemme ist mit der Platine verlötet und kann nicht abgezogen werden!
Als Nächstes werden die alten Kabel losgeschraubt. Das Kabel ist mit einer Plastikmutter auf der rechten Seite gegen Herausziehen gesichert. Diese lässt sich normalerweise mit der Hand lösen.

Die Reihenfolge der einzelnen Teile sollte man sich merken, oder ebenfalls wieder ein Photo machen.
Normalerweise wird man kein starres Kabel, sondern ein flexibles Kabel mit Litzen verlegen. Das heißt, dass die abisolierten Enden mit Aderendhülsen versehen werden sollten, um einen einwandfreien Kontakt ohne Funkenbildung sicherzustellen. Das sollte man ohnehin immer machen. In der feuchten Umgebung der Pumpe ist diese Maßnahme jedoch unbedingt erforderlich.
Die von mir verwendeten Aderendhülsen passten im Originalzustand nicht in die Klemmen. Nach dem Crimpen ging es aber relativ einfach. Allerdings musste ich ein Stück mit der Zange entfernen, weil sonst zu viel blankes Metall aus der Klemme herausstand.
Es ist eine gute Idee, das Ganze vorher mit einer einzelnen Ader von einem alten Stück Kabel auszuprobieren.

Bevor man das neue Kabel in der Klemme festschraubt, sollte man noch einmal prüfen, dass alle Teile der Kabelbefestigung in der richtigen Reihenfolge auf das Kabel gesetzt wurden. Dann kann das Kabel wieder mit der Plastikmutter gesichert werden. Es sollte reichen, die Mutter mit der Hand anzuziehen.
Jetzt wird alles wieder in der umgekehrten Reihenfolge zusamengebaut:
- Rechte innere Plastikabdeckung aufstecken.
- Linke innere Plastikabdeckung aufstecken.
- Steuerkabel aufstecken.
- Steuerkabel mit den Plastiknasen oben und unten fixieren.
- Abdeckung mit LEDs und Druckschaltern mit vier Kreuzschlitzschrauben befestigen.
Der Stecker des Steuerkabels ist verpolungssicher:

Die erhabenen Teile des Steckers müssen nach außen zeigen.
Die Schuko-Steckverbindung kann man in einer wasserdichten Box unterbringen, die es in vielen Baumärkten zu kaufen gibt:

Ich habe allerdings einfach das von der Pumpe kommende Kabel direkt an die Klemme der Drucksteuereinheit angeschlossen, weil ich ursprünglich den Verdacht hatte, dass die Box nicht richtig dichtgehalten hat, und das Kabel deswegen durchgebrannt war. Es stellte sich allerdings heraus, dass der Installateur, der die Pumpe ursprünglich eingebaut hatte, die Pumpenzuleitung mit 50 A (!) abgesichert hatte. Der Schutzleiter war ebenfalls nicht angeschlossen. Kein Wunder, dass die Steckerverbindung dann irgendwann verschmort.
Das ist natürlich mittlerweile behoben. Und vermutlich wäre die Steckerverbindung in der wasserdichten Box genauso sicher.
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